Feste feiern können Sie, die Amis

Mittwoch, 07.11.2018

17.9-23.09.18 (kann unbezahlte Werbung beinhalten)

Da wir jetzt einen für uns normalen Alltag in New York haben und ich euch nicht andauernd von Preschool, Playgrounds, Playdates, kurzen Nächten oder sonstigen langweilligen Dingen erzählen will, habe ich mich entschlossen euch nur die Highlights zu erzählen, die wir so gemeinsam erleben. Falls jemand mehr oder genaueres wissen will, dürft ihr natürlich gerne Fragen!! 

 

Die Tage fliegen hier wirklich, man schaut auf den Kalender und zack - es ist schon wieder eine Woche rum! Ich weiß nicht, liegt es am älter werden, an dem Alltag mit Kindern oder einfach dem busy Lifestyle, den wir hier jetzt mittlerweile auch schon haben. New York verändert einen, ich hätte nur nicht gedacht, dass es so schnell geht und wir uns so schnell einleben und anpassen. Es ist nicht negativ, im Gegenteil, mir bzw. uns gefällt dies sehr sogar! 

Diese Woche haben wir die Auswirkungen von Hurrican Michael abbekommen, der über Florida gezogen ist. Anfangs hieß es, dass er die Route geändert hat und wir ihn eventuell sogar mitbekommen werden. Da wird einem mal kurz ganz anders, auch wenn ich so etwas irgendwie sehr spannend finde und vielleicht auch mal so ein kleines bisschen gern miterleben würde - ich weiß, ich bin crazy!  Aber es waren dann "nur" die Auswirkungen mit heftigem Sturm und starkem Regen! Das hat mir dann aber auch gereicht, denn ich war beim zur Preschool bringen bis auf die Unterwäsche nass, habe aber dadurch dann später das erste Mal den Bus ausprobiert, was ganz gut geklappt hat.  Nun weiß ich wenigstens wie ich fahren kann, wenn ich mal bei schlechtem Wetter nicht laufen möchte.

Da hier alle schon langsam im Halloween-Fieber sind, auch wenn es noch ein paar Wochen bis dahin ist, haben wir an einem schulfreien Tag ein kleines Haunted House gebastelt! Das war echt witzig und Noah konnte es so kaum mehr abwarten, dass Halloween endlich kommt! Wir singen schon andauernd Halloween Lieder und langsam fangen die Leute an zu dekorieren. Die sind da mit Leib und Seele dabei! Das ist echt klasse! 

Samstags haben wir uns nach Little Italy aufgemacht. Um diese Zeit ist dort ein zehn-tägiges Fest zu Ehren von St. Gerramo, einem Heiligen. Das komplette Little Italy und ein paar Nebenstraßen sind in dieser Zeit gesperrt. Es ist ein Riesen-Straßenfest. Mit Umzug, hunderten Ständen mit leckerem Essen, Trinken, leckerem Gelato und noch so vielen anderen Sachen. Wir hatten ganz gutes Wetter erwischt. Kein Regen und nicht ganz so extrem heiß, perfekt um auf das Fest zu gehen. Dort angekommen, aus der Subway raus um die Ecke, tausende Menschen! Wow mit dem hätten wir nicht gerechnet! Massen von Menschen liefen durch die Straßen! Gut, es war auch Wochenende, dass hätten wir uns ja irgendwie denken können. Alles war total toll geschmückt! Eine Gedenkstätte zu Ehren des Heiligen war richtig schön dekoriert und hatte als Opfergabe Dollarscheine überall hängen. Die Menschen schoben sich langsam durch die Straßen, Platzangst durfte man hier nicht haben! Stand an Stand reihten sich nebeneinander, überall hörte man italienische Musik. Man kam sich wirklich vor als wäre man auf einem Fest in Italien! Wenn ich das Fest hier mit einem Straßenfest in unserer Gegend in Deutschland vergleiche, sind diese dagegen wirklich mini!!! Überall roch es nach leckerem Essen! Wir schlenderten erstmal ganz gemütlich durch und schauten was es alles so gab. Ehrlich gesagt konnten wir auch erstmal gar nichts kaufen, da wir kein Bargeld dabei hatten. Hier bezahlt man normalerweise den kleinsten Betrag mit der Karte und selbst kleinste Läden oder Stände sind mit Kartenlesegeräten ausgestattet. Aber wir hatten nicht daran gedacht, dass es eventuell auf dem Fest sein kann das man dort nur mit Bargeld bezahlen kann und so war es dann auch zum größten Teil. So mussten wir dann erstmal unsere Bank suchen. Wir sind dann einmal durch das ganze Fest, das insgesamt über drei Blöcke ging, durch gelaufen und haben uns angeschaut was wir dann essen wollten. Natürlich war unsere Bank komplett am Ende des Festes. Wir haben dann beschlossen beim Zurücklaufen nicht nochmal durch die Massen von Menschen zu laufen, sondern an den Seitenstraßen und da wo wir wussten, dass wir uns was zum Essen holen wollten, sind wir dann erst auf die Hauptstraße rein gelaufen. Natürlich haben wir uns eine original italienische Pizza aus dem Steinofen geholt! Die war super lecker! Unseren Jungs hat es auch sehr geschmeckt! Ein paar kleine süße Cannelloni als Dessert und ich hab noch etwas Neues ausprobiert mit Mais und Mozzarella, keine Ahnung wie es hieß aber es war sehr lecker! Also eines können die Amis wirklich und das sind Feste richtig feiern und zelebrieren. Das ist echt mega und macht richtig Spaß!

  

Nachdem wir uns den Bauch voll geschlagen haben, sind wir langsam wieder Richtung Zuhause gelaufen, allerdings dieses mal durch den Washington Square Park. Der Park liegt in einer Art Künstlerviertel! Hier gibt es sehr viele Artisten, Musiker, Künstler die Darbietungen zeigen, Vorführungen und auch viele kleine Läden mit extravaganten Designern. Als wir in den Park mittlerweile schon bei Nacht rein liefen, hörte man einen Pianisten auf seinem Flügel spielen, den er immer von Montags bis Donnerstags von zu Hause bis in den Park schiebt, um dort kostenlos die Menschen zu unterhalten. Er nimmt die Stimmung um sich herum auf und spielt dementsprechend Klavierstücke. Er wird hier liebevoll "crazy Piano guy" genannt und er macht es aus vollem Leib und Seele. Wir sahen mit Lichtschwertern kämpfende Männer, komplett vermummte Straßenmaler, die wie Amphibien auf dem Boden krabbelten und Lichtkünstler! Das fand Noah am spannendsten.

 

Ich musste auch unbedingt in die Designer Markets rein gehen, es waren tolle Sachen dabei. Mode, Schmuck, Deko, alles was man sich vorstellen konnte und auch recht ausgefallen. Ich hab mir dann auch ein schönes Armband von einer ganz lieben Designerin gekauft. Ein erfolgreicher Tag für mich, lecker Essen und dann noch Schmuck bekommen. Besser konnte ein Tag nicht enden.

 

 

Sonntag haben wir uns vorgenommen an den Strand zu fahren, allerdings nicht um zu baden, sondern nur um an der Promenade lang zu laufen und dort dann ein Picknick zu machen. Alles für den Ausflug und das Picknick zusammen gepackt sind wir zur Subway. Das Wetter war zwar heute nicht ganz so prickelnd, aber um spazieren zu gehen perfekt. Als wir immer näher nach Brooklyn kamen und das erste mal mit der Subway wieder über der Erde waren, begrüßte uns erstmal eine dunkle Wolkenfront am Himmel. Das sah nach Regen aus und prompt begann es damit auch schon. Wir hatten ein wenig die Hoffnung, dass wenn wir mehr in Richtung Strand kämen es vielleicht dort etwas besser werden würde, aber der Gegenteil war der Fall! Es schüttete wie aus Kübeln. Endstation, die Türen gingen auf wir schauten kurz raus und gingen gleich wieder in die Subway rein. Noah war total traurig, da er sich schon auf das Picknick gefreut hatte. Naja so haben wir dann halt in der fast leeren Subway Picknick gemacht! Hat auch was und macht man ja auch nicht alle Tage! So ein Ausflug in der Subway kann auch was haben. ;-) Das war dann ein recht kurzer Ausflug und wir sind dann schnell wieder nach Hause und haben es uns dort dann einen gemütlichen Restsonntag gemacht. 

 

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